| Das Haustier als bester Freund und
Therapeut des Menschen: Immer mehr Menschen kommen auf den Hund oder machen alles für die
Katz und bleiben so gesund. Denn längst ist auch der therapeutische Wert der
Haustierhaltung erwiesen: Ganz gleich, ob Katze oder Hund, ob Hamster, Kaninchen,
Wellensittich oder Zierfisch ein Tier im Haus wirkt sich positiv auf Seele und
Gesundheit des Menschen aus. 
Der lebende Hausgenosse bringt Lebensfreude
und Lebensqualität. Er spendet Trost, hat immer Zeit, bietet meist Anreiz zur
körperlichen Bewegung und durchbricht den Teufelskreis von Einsamkeit und Traurigkeit.
Und nicht zuletzt gibt der tierische Hausgenosse ob zwitschernd, bellend oder
miauend - seinem Herrchen oder Frauchen zu Recht das Gefühl gebraucht zu werden.
Geradezu sensationell sind neueste
Forschungsergebnisse über die gesunde Wechselbeziehung von Haustieren und Menschen:
- Die Langzeit-Überlebensrate von
Herzinfarkt-Patientinnen und -Patienten mit Haustier
ist deutlich länger.
- Witwen mit Katzen benötigen im ersten Jahr
nach dem Tod ihres Mannes weniger medizinische Hilfe als Frauen ohne Stubentiger.
- Auch die Anzahl der Arztbesuche von Menschen
mit Hund liegt 21 Prozent unter der von Patientinnen und Patienten ohne vierbeinigen
Partner.
- Haustier-Besitzerinnen und -Besitzer haben
einen niedrigeren Blutdruck, aber auch niedrigere Triglyzerid- und Cholesterinwerte.
- Wer eine schnurrende Katze streichelt,
streichelt den Stress von der Seele. Der Blutdruck sinkt.
- Kinder, die im ersten Lebensjahr mit Tieren
aufwachsen, leiden seltener unter Allergien. Zudem fördert die Verantwortung für Tiere
auch die kindliche Entwicklung. Hunde und Pferde helfen den Kleinen, große Ängste
abzubauen.
- Aids-Kranke mit Haustier fühlen sich
weniger deprimiert und gestresst.
- Zierfische haben einen beruhigenden Einfluss
auf Patientinnen und Patienten in Nervenkliniken.
- Auch Alzheimer-Kranke und Herzleidende
fühlen sich durch die Gesellschaft von Haustieren gestärkt.
Wissenschaftlerinnen und Wissenschafter
gehen sogar so weit zu sagen, dass Tiere als Therapiehelfer den Patienten
helfen, gesund zu werden. Und letztendlich bieten Haustiere auch soziale Unterstützung in
der Lebensbewältigung: Tierhalterinnen und -halter nehmen tendenziell ihre persönliche
Situation positiver wahr und gehen besser mit ihren Problemen um.
Verantwortungsvolle Heimtierhaltung, die
den Ansprüchen des Tieres gerecht wird, ist jedoch Grundvoraussetzung dafür, dass
Menschen sich im liebevollen Umgang mit Tieren ganz einfach wohl fühlen. Angesichts
dieser positiven Wechselbeziehungen zwischen Mensch und Tier würden Mediziner ihren
Patientinnen und Patienten liebend gerne ein Haustier auf Rezept verschreiben nach dem
Motto Zufrieden und gesund mit Katz und Hund.
Und dies gilt im Hinblick auf die heilsame
Wirkung auf Psyche und Körper besonders für Seniorinnen und Senioren in Altenheimen.
Gerade Tiere verbreiten im Altenheim Freude, sie bieten Gesprächsstoff und regen zur
gemeinsamen Pflege an. Kleintiere, wie Vögel oder Fische, sind in Alten- und
Pflegeeinrichtungen vielfach erlaubt. Tabu sind wegen aufwendigerer Pflege jedoch oftmals
Hunde. Hier sind so genannte Hundebesuchstage eine gute Lösung. |